Am 2. Dezember habe ich um 11.30 Uhr eine Taxe zum
Hauptbahnhof bestellt, 2 Stunden vor Abfahrt des Zuges. Ich wollte in aller Ruhe
meine Fahrkarte ausdrucken und ein Frühstück zu mir nehmen.
Aber schon am Ticket-Automaten gab es Probleme. Die
E-Ticket-Nummer wurde nicht angenommen, auch nicht nach dem zweiten und dritten
Versuch. Ich suchte mir Hilfe vom Informations-Personal. Auch sie schaffte es
nicht und eine herbeigeeilte Kollegin auch nicht. Was nun, die beiden Damen
konnten mir nicht helfen, ich solle im Reisebüro, sprich in Windhoek, anrufen.
Der Verzweiflung nahe, steuerte ich auf das gegenüberliegende
Reisebüro zu. Hier erzählte ich mein Dilemma und nach anfänglichen Zögerungen
war sie doch sehr bemüht, mir zu helfen. Aber ihr Computer gab auch nicht viel
her. Ich hatte mich schon damit abgefunden, eine Fahrkarte zu kaufen. Sie
suchte weiter und ich nahm mir noch einmal die mir gemailten Unterlagen vor.
Ich entdeckte ganz klein gedruckt zwei Zahlenreihen. "Könnte
das eventuell die "Eintrittskarte" für den Zug sein?", war meine Frage. Sie
tippte diese Zahlen in ihren Computer. Hurra, richtig, sie druckte mir die
Fahrkarte aus.
Nun konnte ich in aller Ruhe noch einen letzten Cappuccino
trinken.
Pünktlich rollte der ICE ein. Ich suchte meinen Platz und
grüßte die junge Dame, die mir gegenüber am Fenster saß. Wir kamen schnell ins
Gespräch. Sie war Flugbegleiterin bei der Lufthansa. Angeregt plauderten wir bis
Frankfurt. Wir sprachen viel und ausgiebig über Reisen weltweit. Ein angeregter
Erfahrungsaustausch, da ich ja auch schon einige Länder bereist habe. Vielleicht
sieht man sich mal wieder und tschüß.
Ich fuhr das erste Mal mit der SkyLine zum Terminal 2 - also
kein Shuttle-Bus mehr. Auch neu für mich. Ich suchte den Air-Namibia Schalter
und wollte gucken, wann er öffnet. Das gibt es doch nicht, schon offen. Also
ging das Einchecken sehr schnell. Die übliche Prozedur folgte, Gürtel, Schal
alles auf das Band legen. Ich "piepte" nicht und es gab auch keine
Beanstandungen.
Ich deckte mich mit der angebotenen Lektüre ein, nahm Platz
und wartete.
Meine Reihe wurde aufgerufen und schnell fand ich meine
Sitzgelegenheit im Airbus A330-200, verstaute mein Gepäck, zurrte mich fest und
wunderte mich über das so schnell angesagte - completed - .
Ein paar People verteilten sich im hinteren Teil des
Flugzeuges und während des Fluges konnten wir uns alle lang machen. Ich hatte
daher auch eine relativ gute Nacht. ISON war eh gestorben, dies wurde mir auf
meine Anfrage mitgeteilt. Dann pünktliche Landung in Windhoek
.
Zu Fuß ging es über das Rollfeld. Wärme, angenehme,
wohltuende Wärme strömte mir entgegen. Namibia, endlich. Leider war die fast
1stündige Paßkontrolle ermüdend und ich tippelte von einem Bein auf das andere.
Mir tat alles weh.
Ein freundlicher Schwarzer mit Pappschild, Aufschrift:
Okambara Lodge/Boden, nahm mich in Empfang.
Okambara liegt nur eine Autostunde östlich des Flughafens von
Windhoek. Hier wechseln sich weite Busch- und Grasebenen reizvoll mit hügeligen
Berglandschaften ab. Ein ideales Habitat für eine vielfältige Tierwelt. Gespannt
und ein wenig müde nahm ich alles in mir auf. Langsam fuhren wir auf die Lodge
zu, nachdem viele Tore geöffnet und geschlossen werden mußten.

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