Dienstag, 28. Januar 2014

Korre, moro, moro.




Ich sitze auf meiner Terrasse, Laptop auf dem Schoß und lasse meine Reise
vom 20.09. bis 11.10.2004:

Zu den roten Hirten des Kaokolandes Revue passieren.
  • Intensive Erkundungen im Koakoveld
  • Etosha, Epupa-Fälle, Hoanib, Kunene, Damaraland und 
    Namib-Wüste
  • Begegnung mit den stolzen OvaHimba, den Nomaden
    des Nordens
  • Rhino-Tracking – auf der Spur des seltenen Spitzmaulnashorns 

In Windhoek der Hauptstadt Namibias begann die Tour durch eine der schönsten Regionen des südlichen Afrikas. Wenig später bewunderten wir im Etosha-Nationalparkden Tierreichtum des Landes. Weiter ging es dann in das schwer zugängliche Kaokoveld. Es war eine Abenteuerfahrt, ohne Allradwagen wären wir aufgeschmissen gewesen.


Allradwagen

In der Umgebung von den Ondurusu-Fällen trafen wir nun auf die OvaHimba-Nomaden. Rund 7.000 Himbas leben in einem Gebiet von ca. 50.000 qkm mit ihren Viehherden weitgehend nach den überlieferten Traditionen.

Ein Himba-Mann trat an unseren Pick-Up und begrüßte unseren Reiseleiter. Sie sind alte Freunde. Es wurden Begrüßungsrituale ausgetauscht und die mitgebrachten Gastgeschenke wechselten den Besitzer – ein Beutelchen Tabak. Das war keine Bezahlung, sondern eine Geste des Respekts. 

Eine junge Himbafrau kam lachend aus dem Dorf mit den rundlichen Lehmhütten. Ihr Lachen zeigte uns, daß ihr die unteren Schneidezähne fehlten. Die zwei oberen Schneidezähne standen seltsam gebogen auseinander. Dieser jungen Frau hatte man im Alter von 9 oder 10 Jahren die Zähne herausgeschlagen und die oberen wurden mühsam in die heutige Form gefeilt. Für uns mag das grausam klingen, gehört jedoch zum Schönheitsritual der Himbas.

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Am auffälligsten an den Himbafrauen ist ihre rotglänzende Körperfarbe. Wir beobachteten ein Mädchen, das am Boden saß und auf einem großen flachen Stein einen rötlichen Ockerstein zu einem feinen Pulver zermahlte. Dieses Pulver wurde vom Butterfett der Kuhmilch und Kräutern zu einer Paste angerührt. Der ganze Körper wurde damit eingerieben und dient nicht nur zum Schutz der Haut sondern das Rot symbolisiert Jugend und Vitalität.

Auch legen die Frauen sehr viel Wert auf Schmuck: Verzierte Kupferarmreifen, Halsketten aus Metall und Leder. Als Fruchtbarkeitssymbol tragen sie ein großes, weißes Tritonshorn um den Hals. 


Himbas2


Nach der Heirat werden den Frauen lange, dünne Zöpfe geflochten, die sie mit derselben Paste wie ihre Haut einreiben. Eine Haube aus Ziegenleder tragen sie dazu wie eine Krone. Junge Mädchen dagegen haben zwei Zöpfe nach vorn in das Gesicht geflochten. Damit die Frisuren des Nachts nicht zerdrückt werden, betten die Himbafrauen ihre Köpfe auf hölzerne Nackenstützen. 

Nun möchte ich noch ein paar Zeilen über die Himba-Männer schreiben. Das Erstaunlichste an ihnen ist die Kopfbedeckung, die „ondumbo“ genannt wird. Er trägt sie als Zeichen dafür, daß er verheiratet ist. Seine Haartracht macht einige Stationen durch, bevor die Haare, nach der Beschneidung, nur in Tonsurform belassen wird. Einige Haare im Nacken, die ebenfalls nicht abgeschnitten wurden, durften sich zu einem Zopf auswachsen, der, als er 18 bis 20 Jahre alt geworden war, geteilt wurde, um die Heiratsfähigkeit anzuzeigen. Und dann, wenn er „unter die Haube“ kam, wurde sein Zopf gelöst, um ihn unter dieses kunstvoll gebundene Tuch zu stecken. Auch die Himba-Männer schmücken sich wie die Frauen mit Ketten aus Eisenringen und Arm- und Fußbändern aus Leder, Kupferringen und Muscheln.


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Die kleinen Buben der OvaHimbas beaufsichtigen Ziegen und Schafe allein im Busch. Sie haben früh gelernt, wo es Wasser und genießbare Pflanzen gibt und wie sie die Herden vor Raubtieren schützen können.

Ein altes Sprichwort der Hereros lautet: „Gib einem OvaHimba eine Kuh und er wird bald eine Herde haben.“


Himbas

Mit Entsetzen hörten wir von den Plänen der namibischen Regierung einengroßen Staudamm zur Stromgewinnung an den Wasserfällen zu bauen. Doch der Staudamm würde nicht nur die Zerstörung des Landes und der Viehzucht der Himba bedeuten, sondern auch der Gräber ihrer Vorfahren. Dem Glauben der Himba zufolge dokumentiert ein Grab den Besitz von Land und Ressourcen.

Mutig kämpfte der Häuptling der Region Hikuminwe Kapika, zusammen mit anderen Stammesführern, dafür, den Bau zu stoppen. Er empfing in seinem Dorf den namibischen Präsidenten und ausländische Gesandte und bat als erster Himba in Europa für Unterstützung.

Was mit dem Damm geschehen wird - ist unklar. Ich hoffe sehr, daß dies so bleibt, ansonsten würde ein Stück unberührte Wildnis verlorengehen.

Ich bin sehr dankbar, daß ich Einblicke in das Leben dieser viehzüchtenden Halbnomaden nehmen durfte. Mein Herz schlägt für die "Minderheiten" weltweit.

Sonntag, 26. Januar 2014

Von Kapstadt nach Windhoek.

In einer Nacht- und Nebelaktion entschloß ich mich „abzuhauen“ – ich konnte die „Luft“ hier nicht mehr ertragen. Bei Hauser war alles ausgebucht und so musste ich mich anderweitig umschauen Innerhalb weniger Tage war ich dann in Kapstadt. 


Also Flug von Hamburg über London nach Kapstadt.


In Kapstadt angekommen, hielt ich Ausschau nach meinem Abholer. "Boden" stand auf dem Schild, welches ein netter schwarzer Herr vor dem Bauch hielt. Ich war gemeint. Eine halbe Stunde bis in die Stadt, es war trüb und der Tafelberg nicht zu sehen. Abgeliefert wurde ich in einem Gästehaus, wo die Betreiber Deutsche waren. Ich wurde eingewiesen und "durfte" dann losmarschieren, war schon Nachmittag und zwischenzeitlich brannte die Sonne - ich hatte Hunger und war sehr müde. Erkundete nur die nächsten Straßenzüge und dann ab in die Falle. 

Der nächste Morgen war bedeckt und gerade richtig, eine Stadtrundfahrt zu unternehmen: Ich benutzte die rote Linie. Am Eingang zum Lift zum Tafelberg hatte man eine wunderbare Sicht auf die Stadt. Von der Stadt habe ich natürlich einen Eindruck bekommen. 

Den Tag darauf lernte ich den Reiseleiter und die 8 weiteren Mitreisenden kennen. Es war eine angenehme Gruppe. Nur mußte ich mich an den Truck gewöhnen, weil so groß. Normalerweise ist es nicht mein Ding, mit so einem großen Geschoß durch die Lande zu ziehen, aber da ich mir www.sunway-safaris.com als Reiseveranstalter aussuchte, musste ich Kompromisse schließen und war sehr zufrieden - mit allem und ziehe in Erwägung im nächsten Jahr im September wieder mit David unserem Reiseleiter unterwegs zu sein.

Aber der Reihe nach. Unsere Tour führte zur Kaphalbinsel. Wir besuchten das Kap der guten Hoffnung und statteten den Pinguinen einen Besuch ab. Richtung Norden fuhren wir in die Cedarberge. 

Hier errichteten wir unser erstes Camp. Ein toller Platz - wir waren ganz allein - unter schattigen Bäumen und an einem frischen Wasserlauf. Nachmittags Wanderung zu den Wasserfällen, sehr heiß und stellenweise steil. Auf 3/4 der Strecke blieb ich zurück und wartete bis die anderen wieder zurückkamen. Ich schaute mich derweilen genüßlich in der von Regen und Wind geschliffenen Sandsteinlandschaft um.

Wie immer gab es am Abend eine warme Mahlzeit mit frischem Salat vorweg. Ich erwähne es nur, weil meistens viel Werft auf das Essen gelegt wird. Ich nehme es so wie es kommt und satt geworden bin ich immer. Mithilfe beim Vorbereiten der Mahlzeiten und das Abwaschen war Voraussetzung; ich kenne es nicht anderes.

Wecken morgens 1/2 6 Uhr und Abfahrt um 7.00 Uhr. Frühstück, Zeltabbau, Abwaschen, alles einpacken usw. usw. auch jeden Tag dasselbe. Es sei denn, wir blieben an einem Platz 2 Tage. 

... und plötzlich, kaum 1/4 Stunde gefahren, wurde unser Truck immer langsamer und dann blieb er einfach stehen. Kein Benzin???.... oder? Wie gut, daß es Handys gibt. Ein wirklich zufällig vorbeifahrendes Auto nahm David bis zu nächsten Tanke mit. Zurückgekommen wurde umgegossen und unser Geschoß fuhr immer noch nicht, was nun??? Letztendlich war es die Benzinpumpe. Eine Stunde hat das Ganze gedauert. 

Weiter ging es nach Norden in die Wüsten und Halbwüsten-Regionen. Alles grün, grün und nochmals grün, schließlich war ja auch Regenzeit. Müde, total kaputt überschritten wir die Grenze mit den Grenzformalitäten bei 40 Grad im Schatten und bauten unser Camplager am Oranje-Fluß auf weichem grünem Gras auf. 

So, nun geht es weiter mit unserer Fahrt und am vierten Tag erreichten wir den Fish River Canyon im Süden Namibias. Das ist der zweitgrößte Canyon der Welt. Der Blick in die Tiefe ist atemberaubend. Wir wanderten an der Abbruchstelle entlang - es war sehr heiß.



Wir warteten auf den zauberhaften Sonnenuntergang und genossen, die danach eintretende kühlere Luft. Ein Gewitter nahte mit peitschendem Regen und orkanartigem Sturm. 

Unsere Zelten hielten dem Sturm nicht Stand."Zelt umgekippt" Am Abend noch alles eingepackt, weil der nächste Tag mit 500 km angesagt war. 



Rote Sanddünen säumten den Weg nach Sossusvlei. Ich war schon oft in Wüsten und bin immer wieder fasziniert von dem Wechselspiel der Farben von weiß bis fast violett, je nach Sonnenstand. Aber diese Dünen waren von Haus aus rot - für mich ein ganz neues Erlebnis und war natürlich begeistert. Mit 300 m zählen diese Dünen zu den höchsten der Welt. 

Sesriem Canyon und die Dünenlandschaft erkundeten wir zu Fuß - heiß, heiß - . Sechster Tag fünf Uhr aufstehen, um den Sonnenaufgang auf Düne 17 zu erleben - habe schon schönere erlebt. Wieder am Auto angekommen, gab es Frühstück. War sehr anstrengend auf dem Kamm zum Höchstpunkt der Düne zu gelangen. Auf der Fahrt in die Küstenstadt- wo wir 2 Nächte blieben - war es landschaftlich sehr abwechslungsreich u.a. kamen wir durch die sogenannte Mondlandschaft. Hier wachsen auch die skurrilen Welwitschia-Pflanzen. Heiß, heiß, heiß. 


Die Straße am Atlantik ist einmalig, auf der einen Seite das Meer und auf der anderen Seite die Dünen. Einen Tag hatten wir zur freien Verfügung. Ich entschied mich für eine Robbenfahrt und bekam natürlich heimatliche Gefühle. Möwen begleiteten unseren Katamaran. Auch Pelikane waren in der Luft - für uns natürlich ein ungewohntes Bild, diese großen Vögel in freier Wildbahn zu bestaunen. Robben und nochmals Robben - eine rutschte aufs Schiff und wollte von uns gefüttert werden. Heringe waren genug in der Kühlbox. 




Wir fuhren weiter zum Brandberg und schlugen unser Camp im Ugab-Trockenflußtal auf. Hier ist die Heimat der Wüstenelefanten. Mit einem örtlichen Führer wurden uns die Buschmann-Felszeichnungen gezeigt.


(Hatte ich auf meiner letzten Namibia-Reise schon bewundert. Auf der Fahrt zumEtosha-Nationalpark, statteten wir den Himbas einen Besuch ab; dieses Erlebnis, mit dem letzten Naturvolk Namibias zu „kontakten“ war mir auf meiner letzten Reise schon vergönnt. 


Endlich erreichten wir Etosha. Zwei Tage verbrachten wir hier. Nach dem Zeltaufbau und dem Abendessen, ging ich gleich zum Wasserloch. Es war schon dämmrig und ich wollte als ERSTE die Giraffen, Zebras, Löwen, Antilopen usw. usw. bestaunen und war ganz aufgeregt. Dort angekommen – Scheinwerfer erhellten das Areal – nichts, ne ganze Menge nix – nicht ein einziges Tier. Ich ging zurück zum Zelt – alle schon in der „Falle“ - und ich überlegte noch, ob ich meine Schuhe vorm Zelt stehen lassen sollte oder nicht – ich ließ sie vor der „Tür“.

Nächsten Morgen, Zipp auf und raus und ….. meine Schuhe waren weg, Mist auch, warum habe ich sie nicht mit ins Zelt genommen. Zwischenzeitlich klapperte David mit dem Geschirr und ich erzählte ihm von meinem „Verlust“. Ich glaube, ich guckte ganz dumm aus der Wäsche, als er schallend lachte. „Du warst gestern Abend nicht da, als ich alle warnte vor den klauenden Schakalen“, sagte er. Naja, geglaubt hatte ich ihm nicht, denn gleich beide Schuhe, ne, ne, kann nicht sein.

Am Tor wurden wir aufgehalten von einem Security-Man, der mit einem Schuh herumwedelte ……… es war meiner, der rechte. Erst jetzt war ich sehr erstaunt über die Diebe, die gleich beide „klauten“. 
Übrigens der linke fand sich auf dem Gelände nicht wieder an.



Der zweite Tag im Etosha-Nationalpark voller atemberaubender Tiererlebnisse: Lange beobachteten wir einen Leoparden auf einem Baum. 6 Löwinnen „verspeisten“ ein erlegtes Wild. Der Pascha hatte sich schon satt gefressen und lag faul und ab und zu gähnend abseits des Geschehens. Hunderte von Giraffen kreuzten unseren Weg – manchmal waren sie so nahe, daß man in die wunderschönen Augen mit den langen Wimpern gucken und sie fast streicheln konnte. Natürlich grasten friedlich im Garten Eden: Zebras, Gnus, Springböcke uvm. Ich habe die ganze Welt und alles um mich herum vergessen und konnte mich nicht satt genug sehen. Leider sahen wir nicht einen Elefanten – sie waren alle im Norden. In Windhoek hatte ich noch einen Tag Aufenthalt. Ich traf mich mit einem Mail-Freund. Dann ging es heimwärts: Von Windhoek nach Johannesburg. Johannesburg – London und London – Hamburg – ein langer Törn – aber eine glückliche „Bärbel“. Dieser „Zustand“ dauerte nicht lange, der Alltag holte mich wieder ein.

Fauna und Flora und vieles mehr auf Okambara.

Die Europäer haben die Uhr, 
wir haben die Zeit.
(afrikanisches Sprichwort)

Jeder Tag ein neuer, ein aufregender, ein ruhiger, ein lebhafter, ein ereignisreicher. Zu jeder Tageszeit anders, angenehme Wärme, angenehme Winde, wechselfarbiger Himmel, meistens stahlblau, ziehende Wolken, laue Luft, fremdartige Geräusche, Afrikafeeling, so wie ich es liebe - die Zeit ist für mich stehengeblieben.

Der Pfau, der hübsche hat es mir angetan. Stolz spaziert er umher und nicht nur, er inspiziert auch oft die Lodge aus luftiger Höh`- ist aber immer anmutig, er weiß von seiner Wirkung.


Der Pfau


Der Pfau entwickelt seinen Glanz
oft nur durch seinen schönen Schwanz
was ist das für ein schöner Schweif
farbprächtig Schmetterlingen gleich.

Viel größer als der ganze Pfau
umrundet er ihn fast genau
wir sehen diesen schönen Schein
begeistern uns, er fängt uns ein.

Vergleichbar ist das menschlich Leben.

Es blendet uns der Glanz der Reichen
ob Herzog, Boss, gar nur ein Star
still sie in unser Herze schleichen
ihr Dasein ist ganz wunderbar.

Bewundernd mit ein wenig Neid
lassen wir Märchen uns erzählen 
verpackt in gierend Pressekleid
welche die Stare uns erwählen.

So wird der Mensch dem Pfauen gleich
von künstlich Schönheit abgelenkt
sieht er nicht mehr den Notbereich
der über uns sein Banner schwenkt.

Doch lebt der Mensch, das will ich singen,
nicht nur vom Schönheitsglanz allein
es muss dabei vor allen Dingen
viel helfend Menschlichkeit auch sein.
(Hartmut Pollack)



Der Schöne bot mir eine Sondervorstellung. Von allen Seiten mußte ich ihn bewundern und er hat es offensichtlich genossen. Ich auch.  



Samstag, 11. Januar 2014

3-stündiger Game-Drive jeden Tag.

Die Okambara Lodge liegt am Fuß der Okambara-Berge auf ca. 1600 m NN. Auf dem ca. 15000 ha großen Farm zeigten sich mir Bergzebras,  Gnus, Steppenzebras, Nashörner, Giraffen, Elefanten, Onyx, Kudus, Springböcke, Impalas, Sebelabtilopen.
Okambara ist neben einer Game-Lodge auch eine Auffangstation für Problemtiere. Lulu und einige Geparden haben hier ein neues Zuhause gefunden. Darüber habe ich ja schon berichtet.
Nach den jüngsten Zählungen hat sich eine vielfältige Tierwelt, von etwa 2.500 Tieren, angesiedelt. Es wird daher auch Klein-Ethoscha genannt.
3-stündiger Game-Drive jeden Tag. Entweder morgens um 06.00 Uhr, 09.00 Uhr oder 16.00 Uhr. Jede Tageszeit hatte seine besonderen Reize. Ganz besonders liebte ich die Abendstimmung.


Eine sehr kleine Auswahl der Tiere die ich auf Okambara gesehen habe. 


Am letzten Tag hat Petrus  mit dem Peilsender die Elefanten gesucht. Gefunden haben wir sie, gehört auch, aber nicht gesehen. Man kann nicht alles haben wollen und die Natur und das ist gut, läßt sich nicht "erzwingen".
Ich bin einfach nur glücklich und zufrieden, dieses erleben zu dürfen.

Schnurrende und fauchende Schönheiten


Diese kleine Wildkatze war sehr scheu. Streicheln oder ihr ein bißchen näher kommen - unmöglich. Sie blieb vor meinem Zimmer auf der Fußmatte und putzte sich ausgiebig.

Quieni die kleine Maus war überall und nirgends. Hier sitzt sie auf dem Gästebuch und läßt sich nicht "vertreiben".


Fettie, mein kleiner Liebling, kuschelte mit mir im Bett.


Der Karakal ist von luchsartiger Gestalt, seine zugespitzten Ohren sind groß und gepinselt. Allerdings sind die Pinsel im Verhältnis zur Körpergröße länger als die des Luchses. Der typische Backenbart des Luchses fehlt dem Karakal.
Das Lautrepertoire ist katzentypisch und umfaßt Miauen, Fauchen und Schnurren.
Maxi und Mini ein kastriertes Geschwisterpaar wurde von Hand aufgezogen.
Hier ist Maxi zu sehen. Er ist dominant und verdrängt gern die kleinere Mini. Beide Katzen lassen sich streicheln. Sie schnurren dabei wie die Hauskatzen.

Das Fell des Gepards hat eine goldgelbe Grundfarbe, wobei die Bauchseite meist deutlich heller ist. Er ist mit schwarzen Flecken übersät, die deutlich kleiner sind als die eines Leoparden und keine Rosetten bilden. Das Gesicht ist dunkler und ungefleckt, trägt aber zwei schwarze Streifen, die von den Augen zu den Mundwinkeln laufen.
Die 8 Cheetahs leben in verschieden großen Gehegen. Sie sind sehr zutraulich und fast zahm. Es bleiben aber wilde Tiere, Vorsicht ist immer geboten.
Ich war mit Christian in dem Gehege mit dem einzelnen Geparden. Der ist neu auf der Lodge und muß sich eingewöhnen. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, Auge in Auge mit dieser wunderschönen Katze, ich habe es sehr genossen.


Der Leopard ist eine Art aus der Familie der Katzen, die in Afrika und Asien verbreitet ist. Der Leopard ist nach Tiger, Löwe und Jaguar die viertgrößte Großkatze. Auf der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN sind Leoparden in der Vorwarnliste (gering gefährdet) klassifiziert. Lulu ist als Baby gefunden worden und von Christian im Hause mit der Flasche groß gezogen. Als er zu übermächtig stark wurde, mußte er in ein Gehege umziehen. Durch den Zaun kann man ihn aber streicheln und er genießt es.


Okambara Elephanten Lodge.

Irgendwie macht Afrika, ganz besonders Namibia, süchtig! Ich bin wieder total gefangen und verzaubert. Aber was macht den Zauber aus, warum zieht mich dieses Land in seinen Bann? Ich versuche zu erklären, natürlich hauptsächlich wegen des unglaublichen Reichtums an Tieren. Es sind nicht nur die Big Five. Nein, die Faszination ist die Vielfältigkeit: die einzigartigen Mondlandschaften, die bizarren Gesteinsformationen, die endlosen Wüsten, die gewaltigen Dünen oder auch wegen der üppigen Vegetation des Caprivi Streifens. Oder ist es die Einsamkeit, die unglaubliche Weite inmitten der spektakulären Natur.  Einfach von jedem ein bißchen: Tiere, Abgeschiedenheit, Natur, Ruhe und Erholung.
Hier kann ich durchatmen und innere Ruhe sammeln. Stille, echte Stille. Ich denke an nichts und genieße die Einzigartigkeit.


Christian Schmitt, der Hausherr begrüßte mich: Willkommen auf Okambara! 




Die Lodge ist im südafrikanischem Landhausstil gehalten und verfügt über 5 komfortable Appartements. Darüber hinaus kann man 2 ebenso komfortable Rondavels (Bungalows) bewundern und noch vieles mehr, davon später.







Die geschmackvoll eingerichteten Living-Rooms haben direkten Zutritt auf die große Terrasse mit Grillplatz, Backofen und einem Rondell/Feuerplatz. Auf der Terrasse werden im Sommer alle Mahlzeiten eingenommen. Beliebt sind natürlich die Grillabende. Lauschige Wärme 25° bis 29° abend um 21.00 Uhr.


Von der Terrasse aus kann man direkt auf das Wasserloch schauen, wo sich regelmäßig Wasserböcke, Kudus oder Impalas einfinden.

Das erste verspätete Frühstück auf der Terrasse nach dem langen Tag und der langen Nacht hat mir sehr gut geschmeckt. Ich hatte Appetit.




Nun nahm ich meine Räumlichkeiten da "oben" in Augenschein und richtete mich ein.Mein Zuhause für die nächsten 2 Wochen.


 ... eiskalt der Farmdudler auf der Terrasse getrunken, mit Blick in die Ferne - einfach ein perfektes Genießen.
Bis zum Abendessen verschwand ich unter dem Moskitobaldachin, ging meinen Gedanken nach und schloß die Augen bis mich der Schlaf ereilte.
Morgen ist ein neuer Tag und es geht weiter.

Mit dem neuen Airbus nach Windhoek.

Am 2. Dezember habe ich um 11.30 Uhr eine Taxe zum Hauptbahnhof bestellt, 2 Stunden vor Abfahrt des Zuges. Ich wollte in aller Ruhe meine Fahrkarte ausdrucken und ein Frühstück zu mir nehmen. 
Aber schon am Ticket-Automaten gab es Probleme. Die E-Ticket-Nummer wurde nicht angenommen, auch nicht nach dem zweiten und dritten Versuch. Ich suchte mir Hilfe vom Informations-Personal. Auch sie schaffte es nicht und eine herbeigeeilte Kollegin auch nicht. Was nun, die beiden Damen konnten mir nicht helfen, ich solle im Reisebüro, sprich in Windhoek, anrufen.
Der Verzweiflung nahe, steuerte ich auf das gegenüberliegende Reisebüro zu. Hier erzählte ich mein Dilemma und nach anfänglichen Zögerungen war sie doch sehr bemüht, mir zu helfen. Aber ihr Computer gab auch nicht viel her. Ich hatte mich schon damit abgefunden, eine Fahrkarte zu kaufen. Sie suchte weiter und ich nahm mir noch einmal die mir gemailten Unterlagen vor.
Ich entdeckte ganz klein gedruckt zwei Zahlenreihen. "Könnte das eventuell die "Eintrittskarte" für den Zug sein?", war meine Frage. Sie tippte diese Zahlen in ihren Computer. Hurra, richtig, sie druckte mir die Fahrkarte aus.
Nun konnte ich in aller Ruhe noch einen letzten Cappuccino trinken.
Pünktlich rollte der ICE ein. Ich suchte meinen Platz und grüßte die junge Dame, die mir gegenüber am Fenster saß. Wir kamen schnell ins Gespräch. Sie war Flugbegleiterin bei der Lufthansa. Angeregt plauderten wir bis Frankfurt. Wir sprachen viel und ausgiebig über Reisen weltweit. Ein angeregter Erfahrungsaustausch, da ich ja auch schon einige Länder bereist habe. Vielleicht sieht man sich mal wieder und tschüß.
Ich fuhr das erste Mal mit der SkyLine zum Terminal 2 - also kein Shuttle-Bus mehr. Auch neu für mich. Ich suchte den Air-Namibia Schalter und wollte gucken, wann er öffnet.  Das gibt es doch nicht, schon offen. Also ging das Einchecken sehr schnell. Die übliche Prozedur folgte, Gürtel, Schal alles auf das Band legen. Ich "piepte" nicht und es gab auch keine Beanstandungen.
Ich deckte mich mit der angebotenen Lektüre ein,  nahm Platz und wartete.
Meine Reihe wurde aufgerufen und schnell fand ich meine Sitzgelegenheit im Airbus A330-200, verstaute mein Gepäck, zurrte mich fest und wunderte mich über das so schnell angesagte - completed - .


Ein paar People verteilten sich im hinteren Teil des Flugzeuges und während des Fluges konnten wir uns alle lang machen. Ich hatte daher auch eine relativ gute Nacht. ISON war eh gestorben, dies wurde mir auf meine Anfrage mitgeteilt. Dann pünktliche Landung in Windhoek
.

Zu Fuß ging es über das Rollfeld. Wärme, angenehme, wohltuende Wärme strömte mir entgegen. Namibia, endlich. Leider war die fast 1stündige Paßkontrolle ermüdend und ich tippelte von einem Bein auf das andere. Mir tat alles weh. 
Ein freundlicher Schwarzer mit Pappschild, Aufschrift: Okambara Lodge/Boden, nahm mich in Empfang.
Okambara liegt nur eine Autostunde östlich des Flughafens von Windhoek. Hier wechseln sich weite Busch- und Grasebenen reizvoll mit hügeligen Berglandschaften ab. Ein ideales Habitat für eine vielfältige Tierwelt. Gespannt und ein wenig müde nahm ich alles in mir auf. Langsam fuhren wir auf die Lodge zu, nachdem viele Tore geöffnet und geschlossen werden mußten.