Drei Lütt, das Ehepaar Gisela und Ullrich und der Freund
Alfons aus Konz und ich aus Barsbüttel. Wie haben wir uns kennengelernt: Durch
das Internet und zwar durch ein Traveler-Forum. Nach dem ersten Beschnuppern
durch „Buchstaben“ und Fotos wusste ich sofort, dass das meine Reise wird – wie
ich sie mir immer gewünscht habe: Tierbeobachtungen in Eigenregie und ich bin
nicht enttäuscht worden. Diese Reise war eine ereignisreiche und unvergessliche
Abenteuerreise – die nicht zu toppen ist.
14.4.2009 - Dienstag
Halb zwölf stand meine Taxe vor der Tür, um mich zum
Hauptbahnhof zu bringen. Zeit für irgendwelche unvorhergesehene Dinge, war wie
immer, drin. Und so wurde meine …. Zeit schon in Hannover in Anspruch genommen.
Zug kaputt, weil ein Vogel im Fahrdraht verendet ist. Der nächste Zug fuhr eine
Stunde später.
Nun lernten wir vier uns in Frankfurt vor Ort Abflug-Gate 23
nach Johannesburg kennen und es gab für alle einen Sympathieklick. Angenehmer Flug – er kam mir diesmal
überhaupt nicht lang vor.
15.4.2009 - Mittwoch
Vom Flughafen in Windhoek wurden wir von einem Fahrer von
Savanna abgeholt. Zum Büro gefahren, um die Formalitäten der Übergabe der Autos
zu erledigen. Mit Christian, unserem Fahrer, fuhren wir anschließend ins Hotel
Steiner. Sehr schöne Gartenanlage mit Pool im Herzen der Stadt Windhoek. Kurze
Zimmerübergabe und gleich wieder los. Zur Bank, dann zum Großeinkauf für die
nächsten Tage. Gisela hatte alles total im Griff, ich dagegen wäre schon hier
überfordert gewesen. Es ist ein gewaltiger Unterschied für mich, ob ich für 1
Person, sozusagen „Grasfresser“ oder aber für 4 andere „Fleischfresser“
Lebensmittel etc. einkaufen muß. Meisterhaft wurde dieses fachgerecht und
schnell von Gisela gelöst. Toll. Das
Abendessen nahmen wir in einem landestypischen Restaurant „Le Gourmet“ ein.
Erwartungsfroh kuschelte ich mich ins Bett.
16.4.2009 - Donnerstag
Voller Erwartung und Freude auf den Beginn meiner
Abenteuerreise war ich früh wach und atmete die noch frische afrikanische Luft
im Garten des Hotels ein. Nach dem Frühstück Gruppenfoto vor unseren 2
Geschossen, für über 3 Wochen unser Zuhause. Die restlichen Einkäufe einschl.
Volltanken wurden getätigt. Christian hat Geburtstag und 2 Flaschen Sekt
wanderten in den Einkaufswagen. Ca. 11.00 Uhr ging es dann on tour, Ziel
ist Khorixas - ca. 450 km Fahrt – Richtung Okahandja über
Karibik, Usakos, Brandberg, Uis. Im Dunklen haben wir das Camp erreicht.
Arbeitseinteilung: Die Männer waren für die Nachtlager und
wir Weibsen für das leibliche Wohl. 22.00 Uhr fielen alle geschafft in die
Zelte hoch. Die Nacht war „beschissen“ bis grandios. Geschnarcht wurde viel und
Christian war genervt.
17.4.2009 - Freitag
Nach dem Frühstück gehen
wir auf Fahrt in den 43 km entfernten
„versteinerten Wald“. Der Name ist doppelt irreführend. Weder handelt es
sich um das Holz der Bäume, das „versteinerte“, noch ist davon auszugehen, dass
hier ehemals existierender Wald zu Stein wurde. Möglicherweise handelt es sich
um vom Meer oder Fluß angeschwemmte Stämme. Dies liegt nahe, da unter den
versteinerten Teilen weder Wurzelwerk noch Äste auszumachen sind. Es gibt
andere Gründe die dagegen sprechen - wie auch immer, die Formation, die auf 260
Millionen Jahre geschätzt wird, ruft in mir Ehrfurcht hervor.
Noch einmal ca. 53 km auf Staubstraße erreichen wir
Twyfelfontein. In den steinigen Hängen ist eine der größten Kunstausstellung zu
bewundern. Die Felsen sind mit 2500
Gravierung und Malereien verziert. Kein anderer Ort in Namibia weist eine
derartige Konzentration von Steingravierungen auf, auch werden selten Malereien und Felsgravierungen
zusammen in einem Gebiet angetroffen. Die Tierdarstellungen sind gut erkennbar.
Weiterfahrt auf einer Nebenstrecke. Grandiose Landschaft mit
markanten Felsformationen. Wir waren begeistert.
In Outju war Kaffeetrinken, ein Muß, in der deutschen
Bäckerei, angesagt. Christian ließ die eine Kühlbox in der Werkstatt reparieren
und nun geht die Fahrt weiter in den Etosha-Nationalpark. Bei der Einfahrt in
Okaukuejo, uns allen altbekannt. 2 tolle Chalets, direkt am Wasserloch,
warteten auf uns – nonplus ultra.
(Elefant vor dem Eingang gesichtet, toll)
Abendbrot und Frühstück im Preis inklusive. Vor dem
Abendbuffet noch eine kurze Pirschfahrt.
….. und dann endlich das Schauspiel am beleuchteten
Wasserloch – vom Balkon unseres Chalets aus sahen wir 2 Nashörner, Schakale, 1
Elefanten.
Geschlafen haben wir wie Gott in Frankreich – schade, dass
es nur die 1 Nacht war.
18.4.2009 - Samstag
Nach dem Frühstücksbuffet ab um 09.00 Uhr nach Namutoni. Unterweg
das übliche Zebras, Oryx, Strauße und Warzenschweine gesehen. Dort im Garten
der Lodge das Mittagessen bereitet und dann wieder auf Pirschfahrt zum
Wasserloch „Klein Namutoni“, Giraffen satt und auf dem Dik-Dik-Weg die scheuen
kleinen Dikis bewundert. Niedlich, diese kleinen Antilopen.
19.4.2009 - Sonntag
Auf der Morgenpirsch so gut wie nix gesehen. Nur in
„Klein-Namutoni“ konnten wir wieder die vielen Giraffen bewundern. Toll, die
langen Beobachtungen, wenn die Zeit da ist.
Nach der Pirsch Frühstück und um 10.00 Uhr los über Tsumeb
nach Grootfontain zum Roys Rest Camp. Alternativ weil in Rundu Hochwasser. Ein
sehr schönes, geschmackvoll und rustikal eingerichtetes Camp. Wieder alles
vorhanden: Dusche, Busch-Kitchen etc.
20.04.2009 – Montag
Pünktlich 09.00 Uhr waren Zelte platt. 400 km lagen vor uns.
Gerade Strecke bis Rundu. In Rundu einen Kaffee in einem tollen Restaurant
getrunken. Hier der erste Blick auf den Okavango – der doch erheblich die Ufer überspülte. 17.45 h erreichten wir Camp Popa
Falls und ich schrieb beim Rauschen des Okavangos mein Tagebuch, afrikanische
Stimmung.
21.04.2009 – Dienstag
½.10 h ab in den Caprivi-Streifen in den Mahango-NP. Dieser
Park zieht sich bis zum Kavango hin und wird begrenzt vom Botswana-Zaun. Affen,
Elefanten und Warzenschweine konnten wir am Wegesrand bestaunen.
Auf dieser geteerten Straße mussten wir die 1.
Veterinärsperre passieren. Schuhe und
Autos desinfiziert.
15 km vor Mongla nächtigten wir in einem sehr schönem,
geschmackvollem angelegten Camp. Im Restaurant Abendbeleuchtung mit Blick auf
einen kleinen See. Marula hat uns dabei geschmeckt.
22.04.2009 – Mittwoch
Schlafanzughosenarie von Alfons. 08.15 los. Packen etc. ging
schon alles viel schneller.
Die erste Station war Nakatwa. Bei der Einfahrt in den Park,
kreisende Geier gesehen, 2 Elefantenherden, eine mit Jungtieren, die andere von
mindestens 7 Tieren. Büffel, Gnus. Auf Sandpiste festgefahren um 12.17h.
Bis Katima Mulilo z.T. Teerstraße. Hier noch einmal
Großeinkauf für die Tage in Botswana.
Die Fleisch- und Wurstwaren jedoch vor der Grenze versteckt, da nach Botswana
kein Frischfleisch und Milch eingeführt werden
darf.
Weil Zeit knapp mittags Stulle auf Faust. Die restlichen
Wurstwaren einer vorbeigehenden kleinen Familie gegeben. Diese freundlichen,
kindlich lachenden Menschen beeindruckten mich – wie gut geht es mir doch.
Allmählich dunkelte es und es musste Gas gegeben werden. Trotz der
„Geschwindigkeit“ wurde eine Herde Büffel erspäht.
An der Grenze zu Botswana mussten wir die Frischmilch und
das gekaufte eingeschweißte Fleisch abgeben. Das übliche Prozedere der
Desinfizierung..
Im Dunklen erreichten wir die Chobe Safari Lodge. Es gab Ärger mit den bestellten Zimmern und
Stellplätzen für die Autos. Letztendlich hat sich alles zurechtgeschüttelt und
wir konnten gleichwertige Zimmer beziehen. Hier verbrachten wir 2 Nächte mit einmaligem
Umziehen in die bestellten Zimmer. Vor dem Abendbuffet Ullrich und ich zum
Geldautomaten gegangen – es gab hier kein Geld mit EC-Karte. Fast wäre ich auf
eine Pythonschlange getreten, die sich in der Dunkelheit am Wegesrand
schlängelte und durch mein Taschenlampenlicht aufgeschreckt war.
23.04.2009 – Donnerstag
Geschlafen habe ich wie in Abrahams Schoß. Nach dem
Frühstücksbuffet haben wir eine Tagesfahrt zu den Victoria-Fällen gebucht. Das
Lodge Auto brachte uns bis zur Grenze, Grenzformalitäten, Visagebühr von 30 USD
und umsteigen in zimbabwische Autos. Die Fahrt dauerte ca. 1 Stunde. An den
Wasserfällen wurden wir abgeliefert. Nach kurzer Information
http://de.wikipedia.org/wiki/Victoriaf%C3%A4lle
streiften wir Regenmäntel über und ab ging es. Wie ein Tropenregen wurden wir
überflutet durch den übervollen Sambesi durch Gischt der einzelnen Katarakte.
Eindrucksvoll erlebten wir den tobenden und donnernden Wasserfall. Patschnaß
und mit quietschenden Schuhen beenden wir den Rundgang.
Wir liefen bis zum Victoria-Hotel und nahmen auf dem Wege
alle Sehenswürdigkeiten i.P. African – Kunst mit. Wunderbare
Speckstein-Skulpturen. Kaffeepause zwischendurch, um unsere Klamotten auf
Stühlen ausgebreitet zu trocknen.
Im Hotel angekommen, machten wir 2 Weibsen und Christian es
uns gemütlich auf der Terrasse mit Blick auf die Sambesibrücke.
Ullrich und Alfons machten sich fertig für den
Hubschrauberflug. Bis die „Flieger“ wieder eintrudelten, nahmen wir 2 Gin Tonic
zu uns. ½.4 Uhr ging es wieder retour, Grenzformalitäten. Auf der
Hauptverkehrsader von Zimbabwe zurück nach Botswana überquerte eine Herde
Elefanten mit Kälbern geordnet die Straße. Welch ein Anblick – unvergesslich.
Der Zimmertausch war vorgenommen – nur mein Gepäck war nicht
auffindbar – über 1 Stunde wurde es gesucht. Letztendlich konnte auch ich mich
in einem Safari-Zimmer einrichten.
Abendbuffet.
Zum Tagesausklang gönnten wir uns noch einen doppelten Amarula.
Auf dem Weg zu unseren Zimmern grasten vor den Häusern 2 Hipos mit Kind.
24.04.2009 – Freitag
Frühstück ausgiebig, Rechnung, Einkauf, Tanken und ca. 11.45
h ab. Durch den Chobe NP bis zum Ihaha Camp. Grandioses Schauspiel auf beiden
Seiten der Piste: Tiere, Tiere und nochmals Tiere. Man konnte gar nicht so
schnell gucken, wie sie auftauchten: Elefantenkühe mit ihren Kälbern, Büffel
satt, Impalas, Warzenschweine, Kudus satt, Perlhühner, Affen und Geier
gesellten sich dazu. Wir kamen aus dem Staunen nicht heraus, keiner hatte
jemals in so kurzer Zeit so viele Tiere gesehen. Toll!!
Beim Vorbereiten des Abendmahles im Dunklen, wurden wir von
einem Büffel beobachtet - er kam immer
näher, bis er irgendwann kein Gefallen mehr an uns fand und abdrehte.
25.04.2009 – Samstag
Frühstück, Abwäsche wie immer. On-road 08.30 h. Toter Büffel am Chobe. Aufmerksam
wurden wir durch die vielen Geier. Einmaliges Erlebnis, Büffel hatten wir alle
noch nicht gesehen und dann so viele auf einmal, Wahnsinn, was wir erleben.
Von Kachichau bis Savuti mehr oder weniger schwer befahrbare
Sandpiste. Durchschnittsgeschwindigkeit 30 Std/km. Dafür wurden wir wieder mit
Elefanten, Kühen und Kälbern entschädigt. Landschaftlich sehr schön und
abwechslungsreich.
Großer Elefant am Wegesrand. Als er die Ohren aufstellte,
gab Ullrich Gas. Denn irgendwie schien dem Elefant unsere Gegenwart zu stören.
Immer wieder Impalas, Weißkopfadler, Gnus, Kudu und
Wasserbüffel. Es wurden noch gesichtet: 1 Duiker und ägyptische Gänse.
Und auf dieser Strecke hörte ich das erste Mal einen
Elefanten auf dieser Reise trompeten – beeindruckend.
Im Savuti-Camp angekommen, Stulle auf Faust + Cappuchino und
noch einmal los.
Wieder Elefanten.
Langsam und gemählich verrichteten sie ihre Dinge, die ein Elefantenherz
erfreuen: trinken, duschen, spritzen und die Lütten machen den Mamas alles
nach. Schöner kann es bald nicht mehr kommen.
Auf unserem Camp sichteten wir einen Elefanten – ob er uns
wohl heute Nacht besuchen kommt. Ganz in der Nähe hörten wir Löwengebrüll.
26.04.2009 – Sonntag
Nach dem Frühstück erst zu den Wasserlöchern. Uns begrüßten
1 Strauß, 1 Gnu und Impalas.
Weiter - wieder
Sandpiste – ca. 62 km bis zum Veterinärzaun und dann wieder zurück – 36 km bis
zum South Gate. Zwischendurch Stulle auf Faust. 16.00 Uhr Campsite Nr. 10
erreicht. Affe war am Klauen und Zerstören im Nachbarzelt. Löwen wurden am Hippopool
gesichtet. Wir nichts wie hin. Pech, auf uns haben sie nicht gewartet. Schade,
dafür wurden wir durch eine kleine Herde Elefanten mit 2 süßen kleinen Babys
entschädigt. Papa Elefant hatte alles im Griff.
Im Dunklen wurde das Abendbrot bereitet. Abwasch,
Kartenspiel und Tagebuch schreiben. Gute Nacht!
27.04.2009 Montag
Wasch- und Relaxingtag. 2 x auf Pirsch. Gesehen: morgens
Storch, Elefant und abends: Elefant, Zebras, Wasserböcke und Kudus.
Am Camp Immer Ärger mit den Affen. Aber niedlich sind sie
doch.
28.04.2009 Dienstag
09.00 Uhr Abfahrt. Wieder Sand, Sand und nochmals Sandpisten
– ein Geschaukel auf und ab, rauf und runter. (Ich bin sehr traurig, dass mein
Akku nicht mehr geladen werden konnte. Mir entgehen die schönsten Momente –
sehr schade. Es fiel mir doch ein bisschen schwer, diese Enttäuschung darüber
zu überspielen.)
Kurz vor unserem Camp ???? Löwengruppe gesehen. Ganz aus der Nähe in ca. 3 m Entfernung
konnten wir diese Gruppe beobachten. Auge in Auge mit dem König der Tiere.
Gebannt guckte ich in seine Augen, wunderschöne gelbbraune Katzenaugen. Hinter
dem stolzen Papa seine „Weiber“ mit den
Kindern. Die Löwengruppe ließ es zu, dass wir an ihrem Familienleben teilnehmen
durften. Friedlich, sanft, liebend und rührend beobachteten wir die
Familienidylle – unvergesslich.
Kakanaka sehr schön am Schilfgürtel des Okavangos. Eine
kleine Mahlzeit wurde eingenommen. Von einem „Mitstreiter“ aus der
Nachbarschaft wurden wir gefragt, ob wir Interesse an einer Bootsfahrt hätten –
weil noch People gesucht wurden. Klar, wir hatten. Leider, fast am Ende der
Fahrt, fragte ich den Schipper, ob ich auf das Dach durfte. Ich durfte und ein
Mitfahrer tat es mir nach. Gesehen haben wir Adler, Kormorane
Seerosen bedeckten liebevoll das Wasser.
1 Elefantenmännchen ganz in der Nähe unserer Unterkunft.
Nach dem Cappuccino gingen Ullrich und ich auf Elefantensuche.
Mächtig und stolz sammelte er vor der Camper-Barriere seine
Marulas vorsichtig auf. Es war sein Baum. Ullrich und ich gingen näher, um
besser fotografieren zu können – eine Drehung des Elefanten, der Koloß setzte
sich mit erhobenen Rüssel und schlackernden Ohren in Bewegung. Auweia, wir nahmen
unsere Beine in die Hand und landeten im nächsten Dornbusch. Wir hatten seine
„Bannmeile“ durchbrochen.
Bei der Abendpirsch konnten wir wieder das Löwenrudel an
einer anderen Stelle beobachten. Liebevolle Stimmung. Nun sahen wir, dass das
Löwenmännchen humpelnd und schmerzgeplagt seinen Damen nachstiefelte.
Hoffentlich wird es bald besser – ich wünschte es ihm sehr. Nie hätte ich mir
so ein Schauspiel mit wilden Tieren träumen lassen. Bis jetzt sah ich diese
wunderschönen Szenen nur im Fernsehen. Tief beeindruckt von dem Erlebten
bereiteten wir das Abendessen.
Ich musste alles erst sacken lassen. Schlecht geschlafen;
der Fehltritt in den Dornenbusch hat seine Spuren hinterlassen. Macht aber gar nichts –
es war es allemal Wert, die Begegnung mit dem Elefanten.
29.04.2009 Mittwoch
Herde Zebras querte unseren Weg. Mehrere Hippos im Pool,
etwa 9 bis 11, Paradiskranich.
Ankunft third Bridge 12,20 h. Kuhantilopen.
Waschen war angesagt, relaxen bis ca. 15.30, dann auf
Pirsch. Kuhantilopen, Zebras, wie immer Impalas, Hippos beobachtet.
Auf Camp zurück, war unser Platz besetzt. Wir mussten weg,
weil wir nicht gebucht. Uns wurde ein neuer Platz zugewiesen.
30.04.2009 Donnerstag
Seit ein paar Tagen ist meine Armbanduhr wechhh, sie fehlt
mir sehr. Naja, Schwund. Aufregung auch Satellitentelefon wechhh. Alles um und
dum gewühlt. Wechh. Letztendlich in der Mittelkonsole in Ullrichs Auto
gefunden. Gott sei Dank. Nun konnte es auf Pirsch gehen.
Giraffen, Elefant suhlt sich im Wasserloch, Krokodil. Im
Hippo-Pool von gestern – großes Krokodil, Zebras und nun das 3. Krokodil. Diese
großen Echsen sind schon sehr urtümlich und grauselig. Kurz nach Hause. Essen
war vorbereitet – es gab Nudelsalat. Wieder los um 14.30 Uhr. Herde Elefanten
mit 2 sehr kleinen Babys, Giraffen und Gnus gesehen. M`bombe Kaffee getrunken.
Pirsch: Der urigste, wegloseste Weg durch Dickicht, Gestrüpp, hohes
Gras, umgefallenen Bäumen und tiefen Löchern. Der Lohn dafür war eine
Elefantenfamilie. Der Bulle stellte sich schützend vor seine Familie und stand
in etwa 10 m Entfernung in unserer Fahrtrichtung.
Motor aus und in Ruhe abwarten. Gemächlich gingen die Kühe
und die Kälber hinter ihm. Als alle Kühe und Kälber vorbei waren, drehte auch
er ab. Ein unvergessliches Schauspiel.
Das war Third Bridge.
01.05.2009 Freitag
Ab 09.30 h. Mal schauen, was wir heute zu sehen bekamen.Giraffen, Elefantengruppe, Krokodil und alle haben sich von uns verabschiedet.
Behaltet eure Natur.
02.05.2009 Samstag
Nach dem Frühstück in der Lodge einkaufen. Ich wechselte Geld. Mein Akku vom Fotoapparat hat wohl den Geist aufgegeben – wurde in Maun festgestellt. Im Hotel Kaffee getrunken, ich Gin Tonic – den brauchte ich. Probleme gab es am Veterinär-Gate. Von 3 Paketen Fleisch haben sie eine konfisziert, die anderen Pakete fanden sie nicht. Frischmilch 2 x 2 l mussten wir auch hergeben. Schuhe und Auto wieder durch eine
Desinfektionsbrühe.
Gate zur N`xai Pan erreicht und danach noch 28 km Sandpiste. Giraffen gesehen, Zebras und Strauße. Es hatte geregnet. In der Ferne dunkle Wolken auf der einen Seite und dunkler Himmel auf der anderen Seite mit Blitzen zu sehen.Platz war sehr schön. Abendpirsch. Viele Perlhühner auf 2 Bäumen; warum? Schwarzrückenschakale kamen und tänzelten zu diesen Bäumen. Das war also der Grund. Giraffen rundeten das Abendbild auf der weiten Graslandschaft ab. Nachts war es sehr stürmisch, grummelig mit Wetterleuchten. Das Gewitter mit starkem Regen ging nieder nach dem Aufstehen. Zelte schnell platt gemacht – Kisten verstaut und ab in die Autos – nasse Angelegenheit. Zwischendurch wurde der Regen weniger und Christian kochte auf der Rückrampe des Autos Wasser für Kaffee, damit wir eine kleine Grundlage hatten.
Na denn.Nach dem nächtigen in der Lodge, gemütlich Kaffee zu uns genommen. Und was nun??? Vogelparadis Nata wurde uns empfohlen. (Kudu Iland konnten wir wegen der „Wassermassen“ nicht befahren werden.) Leider sahen wir weder Flamingos noch Pelikane. Man kann eben nicht alles haben wollen. Genächtigt haben wir wieder in den Zelten. Abendessen am Lagerfeuer – Abschieds-Gedankenaustausch, noch einmal gedrückt, alles Gute gewünscht und ab in die Koje.
05.05.2009 Dienstag
1.036 km sind es bis Windhoek.