Sonntag, 3. Januar 2016

Okambara - endlose Weite - klein Etosha




Übrigens, dieses Video hatte ich gleich am  29. Dezember hochgeladen.


Ankunft auf Okambara

Per Name wurde ich auf meinen Fahrer aufmerksam - ein etwas sehr dicklicher Herr, dem ich absolut nicht zutraute, mein Gepäck in das Auto zu hieven - also selbst ist die Frau. Übrigens, die Rückfahrt der gleiche Fahrer und ich mußte wieder meine Muskelkraft einsetzen, um mein Gepäck zu entladen.

Auf Okambara angekommen, freudige Begrüßung. Ich fühlte mich gleich wieder wie zu Hause. 

Am Nachmittag konnte ich dann mein Zimmer, mein Balkonzimmer, mit Ausblick auf das Wasserloch beziehen. Afrika meine geheime Liebe. 



Abreise Windhoek - Hosea Kutako International Airport

28. Dezember, Boarding time 18.45 h. Nix Boarding, ein starkes Gewitter, mit sintflutartigen Regen, ging nieder. Auweia sollten wir etwa zum Flugzeug schwimmen? No Fahrzeug für die Fluggäste, also Ruhe bewahren und abwarten. Ca. 3/4 Stunde dauerte der "Spuk" und irgendwie war das "Meer" auf der Rollbahn abgelaufen und wir konnten den Fußweg zu unserem Flieger starten. 



Ein Platz am Fenster, ohne Nachbar, es hätte so herrlich sein können zum Schlafen. Ich kann mich einrollen wie eine Katze. Nix Schlaf. Die Klimaanlage war so sehr kalt. 3 Decken brachte man mir, trotzdem, der kalte Wind kam aus allen Ritzen von oben. Also kein Schlaf, die 10 Stunden sind diesmal sehr lang geworden. 


Und nun, ich hätte mir vor Wut in den Allerwertesten beißen können, meine gekauften Souvenirs in Windhoek - habe ich im Flugzeug vergessen. Mist. Bärbel reg Dich nicht auf, nützt alles nichts.

Der freundlichen Dame am Lufthansa-Schalter erzählte ich mein Dilemma. Sie gab mir eine Mail-Adresse für das Fundbüro Fraport.



Heute am 4. Januar 2016 erhielt ich von Condor Cabinfounds folgende Nachricht:

Wir versichern Ihnen, dass wir aufgrund Ihrer Angaben eine Nachforschung bei allen an unserer Prozesskette beteiligten Partnern durchgeführt haben.
Unsere Bemühungen blieben leider ohne Erfolg. Wir  bedauern sehr, dass wir keine andere Nachricht für Sie haben.
Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir den Fall damit abschließen, da fürHandgepäck keine Haftung besteht.

Nun bin ich doch sehr traurig. Für mein kleines, süßes Flüchtlingskind von jetzt 4 Jahren, war u.a. ein T-Shirt mit den Tieren Afrikas, dabei.

Fazit: Schnellstmöglich wieder zur:  http://okambara.de/
Eine Tasse Cappuccino konnte ich noch, nach diesen Aufregungen, zu mir nehmen. 

Frankfurt hoch - 3/4 Stunde später Anflug auf Hamburg. Dicke, dicke Wolkendecke. Oh mein Gott, kommen wir heil runter. Sanft setzte der Pilot auf. Gepäck geschnappt und mit Taxi ab die Post, nach Hause. 

Ich kam am 7. Dezember im Regen in Widhoek an und verließ Namibia bei Regen. 

Todmüde und völlig durchgefroren kam ich morgens, 09.00 Uhr, zu Hause an. Noch in "Hut und Mantel" drehte ich alle Heizungen auf volle Pulle.








Sonntag, 14. September 2014

Mein kleiner Andy

Mein kleiner süßer, geliebter Spatz ist nun hinfällig geworden. Tag und Nacht liegt er auf der Couch und verläßt sein Kuschelzuhause nur noch zum Fressen?? bzw. zum Pipikakamachen. Ich habe ein paar Wochen gebraucht, um einen Weg zu finden, daß es uns Beiden gutgeht. 

Solange mein kleiner Spatz noch bei mir sein wird, werde ich alles tun, um ihm das Leben zu erleichtern. Ich bin einfach für ihn da. Reisen im In- und Ausland sind daher abgesagt.


Natürlich geht es mir am besten, wenn Gäste zu mir kommen. Ich habe jedoch Wege gefunden, um ihn 3 bis 4 Stunden allein zu lassen. 

Freitag, 9. Mai 2014

Namibia/Botswana 14.04. bis 07.05.2009


Drei Lütt, das Ehepaar Gisela und Ullrich und der Freund Alfons aus Konz und ich aus Barsbüttel. Wie haben wir uns kennengelernt: Durch das Internet und zwar durch ein Traveler-Forum. Nach dem ersten Beschnuppern durch „Buchstaben“ und Fotos wusste ich sofort, dass das meine Reise wird – wie ich sie mir immer gewünscht habe: Tierbeobachtungen in Eigenregie und ich bin nicht enttäuscht worden. Diese Reise war eine ereignisreiche und unvergessliche Abenteuerreise – die nicht zu toppen ist.

14.4.2009 - Dienstag
Halb zwölf stand meine Taxe vor der Tür, um mich zum Hauptbahnhof zu bringen. Zeit für irgendwelche unvorhergesehene Dinge, war wie immer, drin. Und so wurde meine …. Zeit schon in Hannover in Anspruch genommen. Zug kaputt, weil ein Vogel im Fahrdraht verendet ist. Der nächste Zug fuhr eine Stunde später.

Nun lernten wir vier uns in Frankfurt vor Ort Abflug-Gate 23 nach Johannesburg kennen und es gab für alle einen Sympathieklick.  Angenehmer Flug – er kam mir diesmal überhaupt nicht lang vor.

15.4.2009 - Mittwoch
Vom Flughafen in Windhoek wurden wir von einem Fahrer von Savanna abgeholt. Zum Büro gefahren, um die Formalitäten der Übergabe der Autos zu erledigen. Mit Christian, unserem Fahrer, fuhren wir anschließend ins Hotel Steiner. Sehr schöne Gartenanlage mit Pool im Herzen der Stadt Windhoek. Kurze Zimmerübergabe und gleich wieder los. Zur Bank, dann zum Großeinkauf für die nächsten Tage. Gisela hatte alles total im Griff, ich dagegen wäre schon hier überfordert gewesen. Es ist ein gewaltiger Unterschied für mich, ob ich für 1 Person, sozusagen „Grasfresser“ oder aber für 4 andere „Fleischfresser“ Lebensmittel etc. einkaufen muß. Meisterhaft wurde dieses fachgerecht und schnell  von Gisela gelöst. Toll. Das Abendessen nahmen wir in einem landestypischen Restaurant „Le Gourmet“ ein.
Erwartungsfroh kuschelte ich mich ins Bett.

16.4.2009 - Donnerstag
Voller Erwartung und Freude auf den Beginn meiner Abenteuerreise war ich früh wach und atmete die noch frische afrikanische Luft im Garten des Hotels ein. Nach dem Frühstück Gruppenfoto vor unseren 2 Geschossen, für über 3 Wochen unser Zuhause. Die restlichen Einkäufe einschl. Volltanken wurden getätigt. Christian hat Geburtstag und 2 Flaschen Sekt wanderten in den Einkaufswagen. Ca. 11.00 Uhr ging es dann on tour, Ziel ist  Khorixas  - ca. 450 km Fahrt – Richtung Okahandja über Karibik, Usakos, Brandberg, Uis. Im Dunklen haben wir das Camp erreicht.
Arbeitseinteilung: Die Männer waren für die Nachtlager und wir Weibsen für das leibliche Wohl. 22.00 Uhr fielen alle geschafft in die Zelte hoch. Die Nacht war „beschissen“ bis grandios. Geschnarcht wurde viel und Christian war genervt.

17.4.2009 - Freitag
Nach dem Frühstück gehen  wir auf Fahrt in den 43 km entfernten  „versteinerten Wald“. Der Name ist doppelt irreführend. Weder handelt es sich um das Holz der Bäume, das „versteinerte“, noch ist davon auszugehen, dass hier ehemals existierender Wald zu Stein wurde. Möglicherweise handelt es sich um vom Meer oder Fluß angeschwemmte Stämme. Dies liegt nahe, da unter den versteinerten Teilen weder Wurzelwerk noch Äste auszumachen sind. Es gibt andere Gründe die dagegen sprechen - wie auch immer, die Formation, die auf 260 Millionen Jahre geschätzt wird, ruft in mir Ehrfurcht hervor.
Noch einmal ca. 53 km auf Staubstraße erreichen wir Twyfelfontein. In den steinigen Hängen ist eine der größten Kunstausstellung zu bewundern.  Die Felsen sind mit 2500 Gravierung und Malereien verziert. Kein anderer Ort in Namibia weist eine derartige Konzentration von Steingravierungen auf,  auch werden selten Malereien und Felsgravierungen zusammen in einem Gebiet angetroffen. Die Tierdarstellungen sind gut erkennbar.
Weiterfahrt auf einer Nebenstrecke. Grandiose Landschaft mit markanten Felsformationen. Wir waren begeistert.
In Outju war Kaffeetrinken, ein Muß, in der deutschen Bäckerei, angesagt. Christian ließ die eine Kühlbox in der Werkstatt reparieren und nun geht die Fahrt weiter in den Etosha-Nationalpark. Bei der Einfahrt in Okaukuejo, uns allen altbekannt. 2 tolle Chalets, direkt am Wasserloch, warteten auf uns – nonplus ultra.  (Elefant vor dem Eingang gesichtet, toll)
Abendbrot und Frühstück im Preis inklusive. Vor dem Abendbuffet noch eine kurze Pirschfahrt.
….. und dann endlich das Schauspiel am beleuchteten Wasserloch – vom Balkon unseres Chalets aus sahen wir 2 Nashörner, Schakale, 1 Elefanten.
Geschlafen haben wir wie Gott in Frankreich – schade, dass es nur die 1 Nacht war.

18.4.2009 - Samstag
Nach dem Frühstücksbuffet ab um 09.00 Uhr nach Namutoni. Unterweg das übliche Zebras, Oryx, Strauße und Warzenschweine gesehen. Dort im Garten der Lodge das Mittagessen bereitet und dann wieder auf Pirschfahrt zum Wasserloch „Klein Namutoni“, Giraffen satt und auf dem Dik-Dik-Weg die scheuen kleinen Dikis bewundert. Niedlich, diese kleinen Antilopen.

19.4.2009 - Sonntag
Auf der Morgenpirsch so gut wie nix gesehen. Nur in „Klein-Namutoni“ konnten wir wieder die vielen Giraffen bewundern. Toll, die langen Beobachtungen, wenn die Zeit da ist.
Nach der Pirsch Frühstück und um 10.00 Uhr los über Tsumeb nach Grootfontain zum Roys Rest Camp. Alternativ weil in Rundu Hochwasser. Ein sehr schönes, geschmackvoll und rustikal eingerichtetes Camp. Wieder alles vorhanden: Dusche, Busch-Kitchen etc.

20.04.2009 – Montag
Pünktlich 09.00 Uhr waren Zelte platt. 400 km lagen vor uns. Gerade Strecke bis Rundu. In Rundu einen Kaffee in einem tollen Restaurant getrunken. Hier der erste Blick auf den Okavango – der doch erheblich die Ufer  überspülte. 17.45 h erreichten wir Camp Popa Falls und ich schrieb beim Rauschen des Okavangos mein Tagebuch, afrikanische Stimmung.

21.04.2009 – Dienstag
½.10 h ab in den Caprivi-Streifen in den Mahango-NP. Dieser Park zieht sich bis zum Kavango hin und wird begrenzt vom Botswana-Zaun. Affen, Elefanten und Warzenschweine konnten wir am Wegesrand bestaunen.
Auf dieser geteerten Straße mussten wir die 1. Veterinärsperre  passieren. Schuhe und Autos desinfiziert.
15 km vor Mongla nächtigten wir in einem sehr schönem, geschmackvollem angelegten Camp. Im Restaurant Abendbeleuchtung mit Blick auf einen kleinen See. Marula hat uns dabei geschmeckt.

22.04.2009 – Mittwoch
Schlafanzughosenarie von Alfons. 08.15 los. Packen etc. ging schon alles viel schneller.

Die erste Station war Nakatwa. Bei der Einfahrt in den Park, kreisende Geier gesehen, 2 Elefantenherden, eine mit Jungtieren, die andere von mindestens 7 Tieren. Büffel, Gnus. Auf Sandpiste festgefahren um 12.17h.
Bis Katima Mulilo z.T. Teerstraße. Hier noch einmal Großeinkauf für die Tage in Botswana.  Die Fleisch- und Wurstwaren jedoch vor der Grenze versteckt, da nach Botswana kein Frischfleisch und Milch eingeführt werden  darf.
Weil Zeit knapp mittags Stulle auf Faust. Die restlichen Wurstwaren einer vorbeigehenden kleinen Familie gegeben. Diese freundlichen, kindlich lachenden Menschen beeindruckten mich – wie gut geht es mir doch. Allmählich dunkelte es und es musste Gas gegeben werden. Trotz der „Geschwindigkeit“ wurde eine Herde Büffel erspäht.
An der Grenze zu Botswana mussten wir die Frischmilch und das gekaufte eingeschweißte Fleisch abgeben. Das übliche Prozedere der Desinfizierung..

Im Dunklen erreichten wir die Chobe Safari Lodge.  Es gab Ärger mit den bestellten Zimmern und Stellplätzen für die Autos. Letztendlich hat sich alles zurechtgeschüttelt und wir konnten gleichwertige Zimmer beziehen.  Hier verbrachten wir 2 Nächte mit einmaligem Umziehen in die bestellten Zimmer. Vor dem Abendbuffet Ullrich und ich zum Geldautomaten gegangen – es gab hier kein Geld mit EC-Karte. Fast wäre ich auf eine Pythonschlange getreten, die sich in der Dunkelheit am Wegesrand schlängelte und durch mein Taschenlampenlicht aufgeschreckt war.

23.04.2009 – Donnerstag
Geschlafen habe ich wie in Abrahams Schoß. Nach dem Frühstücksbuffet haben wir eine Tagesfahrt zu den Victoria-Fällen gebucht. Das Lodge Auto brachte uns bis zur Grenze, Grenzformalitäten, Visagebühr von 30 USD und umsteigen in zimbabwische Autos. Die Fahrt dauerte ca. 1 Stunde. An den Wasserfällen wurden wir abgeliefert. Nach kurzer Information http://de.wikipedia.org/wiki/Victoriaf%C3%A4lle streiften wir Regenmäntel über und ab ging es. Wie ein Tropenregen wurden wir überflutet durch den übervollen Sambesi durch Gischt der einzelnen Katarakte. Eindrucksvoll erlebten wir den tobenden und donnernden Wasserfall. Patschnaß und mit quietschenden Schuhen beenden wir den Rundgang.
Wir liefen bis zum Victoria-Hotel und nahmen auf dem Wege alle Sehenswürdigkeiten i.P. African – Kunst mit. Wunderbare Speckstein-Skulpturen. Kaffeepause zwischendurch, um unsere Klamotten auf Stühlen ausgebreitet zu trocknen.
Im Hotel angekommen, machten wir 2 Weibsen und Christian es uns gemütlich auf der Terrasse mit Blick auf die Sambesibrücke.
Ullrich und Alfons machten sich fertig für den Hubschrauberflug. Bis die „Flieger“ wieder eintrudelten, nahmen wir 2 Gin Tonic zu uns. ½.4 Uhr ging es wieder retour, Grenzformalitäten. Auf der Hauptverkehrsader von Zimbabwe zurück nach Botswana überquerte eine Herde Elefanten mit Kälbern geordnet die Straße. Welch ein Anblick – unvergesslich.
Der Zimmertausch war vorgenommen – nur mein Gepäck war nicht auffindbar – über 1 Stunde wurde es gesucht. Letztendlich konnte auch ich mich in einem Safari-Zimmer einrichten.
Abendbuffet.
Zum Tagesausklang gönnten wir uns noch einen doppelten Amarula. Auf dem Weg zu unseren Zimmern grasten vor den Häusern 2 Hipos mit Kind.

24.04.2009 – Freitag
Frühstück ausgiebig, Rechnung, Einkauf, Tanken und ca. 11.45 h ab. Durch den Chobe NP bis zum Ihaha Camp. Grandioses Schauspiel auf beiden Seiten der Piste: Tiere, Tiere und nochmals Tiere. Man konnte gar nicht so schnell gucken, wie sie auftauchten: Elefantenkühe mit ihren Kälbern, Büffel satt, Impalas, Warzenschweine, Kudus satt, Perlhühner, Affen und Geier gesellten sich dazu. Wir kamen aus dem Staunen nicht heraus, keiner hatte jemals in so kurzer Zeit so viele Tiere gesehen. Toll!!
Beim Vorbereiten des Abendmahles im Dunklen, wurden wir von einem Büffel beobachtet  - er kam immer näher, bis er irgendwann kein Gefallen mehr an uns fand und abdrehte.

25.04.2009 – Samstag
Frühstück, Abwäsche wie immer. On-road 08.30 h. Toter Büffel am Chobe. Aufmerksam wurden wir durch die vielen Geier. Einmaliges Erlebnis, Büffel hatten wir alle noch nicht gesehen und dann so viele auf einmal, Wahnsinn, was wir erleben.
Von Kachichau bis Savuti mehr oder weniger schwer befahrbare Sandpiste. Durchschnittsgeschwindigkeit 30 Std/km. Dafür wurden wir wieder mit Elefanten, Kühen und Kälbern entschädigt. Landschaftlich sehr schön und abwechslungsreich.
Großer Elefant am Wegesrand. Als er die Ohren aufstellte, gab Ullrich Gas. Denn irgendwie schien dem Elefant unsere Gegenwart zu stören.
Immer wieder Impalas, Weißkopfadler, Gnus, Kudu und Wasserbüffel. Es wurden noch gesichtet: 1 Duiker und ägyptische Gänse.
Und auf dieser Strecke hörte ich das erste Mal einen Elefanten auf dieser Reise trompeten – beeindruckend.
Im Savuti-Camp angekommen, Stulle auf Faust + Cappuchino und noch einmal los.
Wieder Elefanten.  Langsam und gemählich verrichteten sie ihre Dinge, die ein Elefantenherz erfreuen: trinken, duschen, spritzen und die Lütten machen den Mamas alles nach. Schöner kann es bald nicht mehr kommen.
Auf unserem Camp sichteten wir einen Elefanten – ob er uns wohl heute Nacht besuchen kommt. Ganz in der Nähe hörten wir Löwengebrüll.

26.04.2009 – Sonntag
Nach dem Frühstück erst zu den Wasserlöchern. Uns begrüßten 1 Strauß, 1 Gnu und Impalas.
Weiter  - wieder Sandpiste – ca. 62 km bis zum Veterinärzaun und dann wieder zurück – 36 km bis zum South Gate. Zwischendurch Stulle auf Faust. 16.00 Uhr Campsite Nr. 10 erreicht. Affe war am Klauen und Zerstören im Nachbarzelt. Löwen wurden am Hippopool gesichtet. Wir nichts wie hin. Pech, auf uns haben sie nicht gewartet. Schade, dafür wurden wir durch eine kleine Herde Elefanten mit 2 süßen kleinen Babys entschädigt. Papa Elefant hatte alles im Griff.
Im Dunklen wurde das Abendbrot bereitet. Abwasch, Kartenspiel und Tagebuch schreiben. Gute Nacht!

27.04.2009 Montag
Wasch- und Relaxingtag. 2 x auf Pirsch. Gesehen: morgens Storch, Elefant und abends: Elefant, Zebras, Wasserböcke und Kudus.
Am Camp Immer Ärger mit den Affen. Aber niedlich sind sie doch.

28.04.2009 Dienstag
09.00 Uhr Abfahrt. Wieder Sand, Sand und nochmals Sandpisten – ein Geschaukel auf und ab, rauf und runter. (Ich bin sehr traurig, dass mein Akku nicht mehr geladen werden konnte. Mir entgehen die schönsten Momente – sehr schade. Es fiel mir doch ein bisschen schwer, diese Enttäuschung darüber zu überspielen.)


Kurz vor unserem Camp ???? Löwengruppe gesehen.  Ganz aus der Nähe in ca. 3 m Entfernung konnten wir diese Gruppe beobachten. Auge in Auge mit dem König der Tiere. Gebannt guckte ich in seine Augen, wunderschöne gelbbraune Katzenaugen. Hinter dem stolzen  Papa seine „Weiber“ mit den Kindern. Die Löwengruppe ließ es zu, dass wir an ihrem Familienleben teilnehmen durften. Friedlich, sanft, liebend und rührend beobachteten wir die Familienidylle – unvergesslich.
Kakanaka sehr schön am Schilfgürtel des Okavangos. Eine kleine Mahlzeit wurde eingenommen. Von einem „Mitstreiter“ aus der Nachbarschaft wurden wir gefragt, ob wir Interesse an einer Bootsfahrt hätten – weil noch People gesucht wurden. Klar, wir hatten. Leider, fast am Ende der Fahrt, fragte ich den Schipper, ob ich auf das Dach durfte. Ich durfte und ein Mitfahrer tat es mir nach. Gesehen haben wir Adler, Kormorane 
Seerosen bedeckten liebevoll das Wasser.
1 Elefantenmännchen ganz in der Nähe unserer Unterkunft. Nach dem Cappuccino gingen Ullrich und ich auf Elefantensuche.
Mächtig und stolz sammelte er vor der Camper-Barriere seine Marulas vorsichtig auf. Es war sein Baum. Ullrich und ich gingen näher, um besser fotografieren zu können – eine Drehung des Elefanten, der Koloß setzte sich mit erhobenen Rüssel und schlackernden Ohren in Bewegung. Auweia, wir nahmen unsere Beine in die Hand und landeten im nächsten Dornbusch. Wir hatten seine „Bannmeile“ durchbrochen.
Bei der Abendpirsch konnten wir wieder das Löwenrudel an einer anderen Stelle beobachten. Liebevolle Stimmung. Nun sahen wir, dass das Löwenmännchen humpelnd und schmerzgeplagt seinen Damen nachstiefelte. Hoffentlich wird es bald besser – ich wünschte es ihm sehr. Nie hätte ich mir so ein Schauspiel mit wilden Tieren träumen lassen. Bis jetzt sah ich diese wunderschönen Szenen nur im Fernsehen. Tief beeindruckt von dem Erlebten bereiteten wir das Abendessen. 
Ich musste alles erst sacken lassen. Schlecht geschlafen; der Fehltritt in den Dornenbusch hat seine Spuren hinterlassen. Macht aber  gar nichts –  es war es allemal Wert, die Begegnung mit dem Elefanten.

29.04.2009 Mittwoch
Herde Zebras querte unseren Weg. Mehrere Hippos im Pool, etwa 9 bis 11, Paradiskranich.
Ankunft third Bridge 12,20 h. Kuhantilopen.
Waschen war angesagt, relaxen bis ca. 15.30, dann auf Pirsch. Kuhantilopen, Zebras, wie immer Impalas, Hippos beobachtet.
Auf Camp zurück, war unser Platz besetzt. Wir mussten weg, weil wir nicht gebucht. Uns wurde ein neuer Platz zugewiesen.

30.04.2009 Donnerstag
Seit ein paar Tagen ist meine Armbanduhr wechhh, sie fehlt mir sehr. Naja, Schwund. Aufregung auch Satellitentelefon wechhh. Alles um und dum gewühlt. Wechh. Letztendlich in der Mittelkonsole in Ullrichs Auto gefunden. Gott sei Dank. Nun konnte es auf Pirsch gehen.
Giraffen, Elefant suhlt sich im Wasserloch, Krokodil. Im Hippo-Pool von gestern – großes Krokodil, Zebras und nun das 3. Krokodil. Diese großen Echsen sind schon sehr urtümlich und grauselig. Kurz nach Hause. Essen war vorbereitet – es gab Nudelsalat. Wieder los um 14.30 Uhr. Herde Elefanten mit 2 sehr kleinen Babys, Giraffen und Gnus gesehen. M`bombe Kaffee getrunken.
Pirsch: Der urigste, wegloseste Weg durch Dickicht, Gestrüpp, hohes Gras, umgefallenen Bäumen und tiefen Löchern. Der Lohn dafür war eine Elefantenfamilie. Der Bulle stellte sich schützend vor seine Familie und stand in etwa 10 m Entfernung in unserer Fahrtrichtung. 

Motor aus und in Ruhe abwarten. Gemächlich gingen die Kühe
und die Kälber hinter ihm. Als alle Kühe und Kälber vorbei waren, drehte auch
er ab. Ein unvergessliches Schauspiel.
Das war Third Bridge.

01.05.2009 Freitag
Ab 09.30 h. Mal schauen, was wir heute zu sehen bekamen.Giraffen, Elefantengruppe, Krokodil und alle haben sich von uns verabschiedet.
Behaltet eure Natur.

02.05.2009 Samstag
Nach dem Frühstück in der Lodge einkaufen. Ich wechselte Geld. Mein Akku vom Fotoapparat hat wohl den Geist aufgegeben – wurde in Maun festgestellt. Im Hotel Kaffee getrunken, ich Gin Tonic – den brauchte ich. Probleme gab es am Veterinär-Gate. Von 3 Paketen Fleisch haben sie eine konfisziert, die anderen Pakete fanden sie nicht. Frischmilch 2 x 2 l mussten wir auch hergeben. Schuhe und Auto wieder durch eine
Desinfektionsbrühe.

Gate zur N`xai Pan erreicht und danach noch 28 km Sandpiste. Giraffen gesehen, Zebras und Strauße. Es hatte geregnet. In der Ferne dunkle Wolken auf der einen Seite und dunkler Himmel auf der anderen Seite mit Blitzen zu sehen.Platz war sehr schön. Abendpirsch. Viele Perlhühner auf 2 Bäumen; warum? Schwarzrückenschakale kamen und tänzelten zu diesen Bäumen. Das war also der Grund. Giraffen rundeten das Abendbild auf der weiten Graslandschaft ab. Nachts war es sehr stürmisch, grummelig mit Wetterleuchten. Das Gewitter mit starkem Regen ging nieder nach dem Aufstehen. Zelte schnell platt gemacht – Kisten verstaut und ab in die Autos – nasse Angelegenheit. Zwischendurch wurde der Regen weniger und Christian kochte auf der Rückrampe des Autos Wasser für Kaffee, damit wir eine kleine Grundlage hatten.

Na denn.Nach dem nächtigen in der Lodge, gemütlich Kaffee zu uns genommen. Und was nun??? Vogelparadis Nata wurde uns empfohlen. (Kudu Iland konnten wir wegen der „Wassermassen“ nicht befahren werden.) Leider sahen wir weder Flamingos noch Pelikane. Man kann eben nicht alles haben wollen. Genächtigt haben wir wieder in den Zelten. Abendessen am Lagerfeuer – Abschieds-Gedankenaustausch, noch einmal gedrückt, alles Gute gewünscht und ab in die Koje.

05.05.2009 Dienstag
1.036 km sind es bis Windhoek.


Freitag, 7. Februar 2014

Okambara in Hamburg

Reisemesse in Hamburg vom 5. bis 9. Februar 2014

Mir war bekannt, daß die Okambara-Elephant-Lodge sich präsentiert. Mußte ich hin. Bei meiner Freundin fragte ich an, ob sie an diesen Tagen zu Hause sei, damit ich ihr meinen kleinen alten Hund Andy auf´s "Augen" drücken konnte. Ursel kennt Andy schon von klein auf an und er ist gern bei ihr.Von Vorteil ist ihr Haus mit großem Garten.  Andy ist im Pempersalter und muß sehr oft das "Beinchen" heben.

Die Couch ist Andy´s Lieblingsplatz, dort verbringt er schlafend fast den ganzen Tag 
und auch in der Nacht verläßt er diesen Platz nicht mehr. 

Ich notierte mir den 7. Februar.


Die Menschenmassen, schon am Morgen, hatte ich nicht erwartet. Gott sei Dank verteilten sie sich und schnellen Schrittes suchte ich Halle B Stand 324. 

Neugierig, welches Familienmitglied mit wohl begrüßen würde. Kurze Vorstellung. Aha, Sandra, Frau von Alexander Schmitt. Mit meinem Namen konnte sie auch etwas anfangen. Für Buchungen der Okambara-Elephant-Lodge ist Alex der Ansprechparter und nicht nur für die Buchungen, auch für persönliche Wünsche. Dafür danke ich. 

Das Eis war gebrochen. Schwärmerisch erzählte ich von meinen Erlebnissen auf dieser traumhaft schönen Lodge, ich fühlte mich wohl, ich fühlte mich zu Hause. Man wird herzlich in den Familienbetrieb aufgenommen. Klasse Christian und danke.

Sandras Mutti Gudrun lernte ich auch noch kennen. Sie "schoß" dieses Fotos. 


Drückt alle die Daumen, daß mein Kleiner gesund bleibt, dann sehen wir uns Ende des Jahres in Namibia wieder.

Dienstag, 28. Januar 2014

Korre, moro, moro.




Ich sitze auf meiner Terrasse, Laptop auf dem Schoß und lasse meine Reise
vom 20.09. bis 11.10.2004:

Zu den roten Hirten des Kaokolandes Revue passieren.
  • Intensive Erkundungen im Koakoveld
  • Etosha, Epupa-Fälle, Hoanib, Kunene, Damaraland und 
    Namib-Wüste
  • Begegnung mit den stolzen OvaHimba, den Nomaden
    des Nordens
  • Rhino-Tracking – auf der Spur des seltenen Spitzmaulnashorns 

In Windhoek der Hauptstadt Namibias begann die Tour durch eine der schönsten Regionen des südlichen Afrikas. Wenig später bewunderten wir im Etosha-Nationalparkden Tierreichtum des Landes. Weiter ging es dann in das schwer zugängliche Kaokoveld. Es war eine Abenteuerfahrt, ohne Allradwagen wären wir aufgeschmissen gewesen.


Allradwagen

In der Umgebung von den Ondurusu-Fällen trafen wir nun auf die OvaHimba-Nomaden. Rund 7.000 Himbas leben in einem Gebiet von ca. 50.000 qkm mit ihren Viehherden weitgehend nach den überlieferten Traditionen.

Ein Himba-Mann trat an unseren Pick-Up und begrüßte unseren Reiseleiter. Sie sind alte Freunde. Es wurden Begrüßungsrituale ausgetauscht und die mitgebrachten Gastgeschenke wechselten den Besitzer – ein Beutelchen Tabak. Das war keine Bezahlung, sondern eine Geste des Respekts. 

Eine junge Himbafrau kam lachend aus dem Dorf mit den rundlichen Lehmhütten. Ihr Lachen zeigte uns, daß ihr die unteren Schneidezähne fehlten. Die zwei oberen Schneidezähne standen seltsam gebogen auseinander. Dieser jungen Frau hatte man im Alter von 9 oder 10 Jahren die Zähne herausgeschlagen und die oberen wurden mühsam in die heutige Form gefeilt. Für uns mag das grausam klingen, gehört jedoch zum Schönheitsritual der Himbas.

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Am auffälligsten an den Himbafrauen ist ihre rotglänzende Körperfarbe. Wir beobachteten ein Mädchen, das am Boden saß und auf einem großen flachen Stein einen rötlichen Ockerstein zu einem feinen Pulver zermahlte. Dieses Pulver wurde vom Butterfett der Kuhmilch und Kräutern zu einer Paste angerührt. Der ganze Körper wurde damit eingerieben und dient nicht nur zum Schutz der Haut sondern das Rot symbolisiert Jugend und Vitalität.

Auch legen die Frauen sehr viel Wert auf Schmuck: Verzierte Kupferarmreifen, Halsketten aus Metall und Leder. Als Fruchtbarkeitssymbol tragen sie ein großes, weißes Tritonshorn um den Hals. 


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Nach der Heirat werden den Frauen lange, dünne Zöpfe geflochten, die sie mit derselben Paste wie ihre Haut einreiben. Eine Haube aus Ziegenleder tragen sie dazu wie eine Krone. Junge Mädchen dagegen haben zwei Zöpfe nach vorn in das Gesicht geflochten. Damit die Frisuren des Nachts nicht zerdrückt werden, betten die Himbafrauen ihre Köpfe auf hölzerne Nackenstützen. 

Nun möchte ich noch ein paar Zeilen über die Himba-Männer schreiben. Das Erstaunlichste an ihnen ist die Kopfbedeckung, die „ondumbo“ genannt wird. Er trägt sie als Zeichen dafür, daß er verheiratet ist. Seine Haartracht macht einige Stationen durch, bevor die Haare, nach der Beschneidung, nur in Tonsurform belassen wird. Einige Haare im Nacken, die ebenfalls nicht abgeschnitten wurden, durften sich zu einem Zopf auswachsen, der, als er 18 bis 20 Jahre alt geworden war, geteilt wurde, um die Heiratsfähigkeit anzuzeigen. Und dann, wenn er „unter die Haube“ kam, wurde sein Zopf gelöst, um ihn unter dieses kunstvoll gebundene Tuch zu stecken. Auch die Himba-Männer schmücken sich wie die Frauen mit Ketten aus Eisenringen und Arm- und Fußbändern aus Leder, Kupferringen und Muscheln.


Himbas4


Die kleinen Buben der OvaHimbas beaufsichtigen Ziegen und Schafe allein im Busch. Sie haben früh gelernt, wo es Wasser und genießbare Pflanzen gibt und wie sie die Herden vor Raubtieren schützen können.

Ein altes Sprichwort der Hereros lautet: „Gib einem OvaHimba eine Kuh und er wird bald eine Herde haben.“


Himbas

Mit Entsetzen hörten wir von den Plänen der namibischen Regierung einengroßen Staudamm zur Stromgewinnung an den Wasserfällen zu bauen. Doch der Staudamm würde nicht nur die Zerstörung des Landes und der Viehzucht der Himba bedeuten, sondern auch der Gräber ihrer Vorfahren. Dem Glauben der Himba zufolge dokumentiert ein Grab den Besitz von Land und Ressourcen.

Mutig kämpfte der Häuptling der Region Hikuminwe Kapika, zusammen mit anderen Stammesführern, dafür, den Bau zu stoppen. Er empfing in seinem Dorf den namibischen Präsidenten und ausländische Gesandte und bat als erster Himba in Europa für Unterstützung.

Was mit dem Damm geschehen wird - ist unklar. Ich hoffe sehr, daß dies so bleibt, ansonsten würde ein Stück unberührte Wildnis verlorengehen.

Ich bin sehr dankbar, daß ich Einblicke in das Leben dieser viehzüchtenden Halbnomaden nehmen durfte. Mein Herz schlägt für die "Minderheiten" weltweit.

Sonntag, 26. Januar 2014

Von Kapstadt nach Windhoek.

In einer Nacht- und Nebelaktion entschloß ich mich „abzuhauen“ – ich konnte die „Luft“ hier nicht mehr ertragen. Bei Hauser war alles ausgebucht und so musste ich mich anderweitig umschauen Innerhalb weniger Tage war ich dann in Kapstadt. 


Also Flug von Hamburg über London nach Kapstadt.


In Kapstadt angekommen, hielt ich Ausschau nach meinem Abholer. "Boden" stand auf dem Schild, welches ein netter schwarzer Herr vor dem Bauch hielt. Ich war gemeint. Eine halbe Stunde bis in die Stadt, es war trüb und der Tafelberg nicht zu sehen. Abgeliefert wurde ich in einem Gästehaus, wo die Betreiber Deutsche waren. Ich wurde eingewiesen und "durfte" dann losmarschieren, war schon Nachmittag und zwischenzeitlich brannte die Sonne - ich hatte Hunger und war sehr müde. Erkundete nur die nächsten Straßenzüge und dann ab in die Falle. 

Der nächste Morgen war bedeckt und gerade richtig, eine Stadtrundfahrt zu unternehmen: Ich benutzte die rote Linie. Am Eingang zum Lift zum Tafelberg hatte man eine wunderbare Sicht auf die Stadt. Von der Stadt habe ich natürlich einen Eindruck bekommen. 

Den Tag darauf lernte ich den Reiseleiter und die 8 weiteren Mitreisenden kennen. Es war eine angenehme Gruppe. Nur mußte ich mich an den Truck gewöhnen, weil so groß. Normalerweise ist es nicht mein Ding, mit so einem großen Geschoß durch die Lande zu ziehen, aber da ich mir www.sunway-safaris.com als Reiseveranstalter aussuchte, musste ich Kompromisse schließen und war sehr zufrieden - mit allem und ziehe in Erwägung im nächsten Jahr im September wieder mit David unserem Reiseleiter unterwegs zu sein.

Aber der Reihe nach. Unsere Tour führte zur Kaphalbinsel. Wir besuchten das Kap der guten Hoffnung und statteten den Pinguinen einen Besuch ab. Richtung Norden fuhren wir in die Cedarberge. 

Hier errichteten wir unser erstes Camp. Ein toller Platz - wir waren ganz allein - unter schattigen Bäumen und an einem frischen Wasserlauf. Nachmittags Wanderung zu den Wasserfällen, sehr heiß und stellenweise steil. Auf 3/4 der Strecke blieb ich zurück und wartete bis die anderen wieder zurückkamen. Ich schaute mich derweilen genüßlich in der von Regen und Wind geschliffenen Sandsteinlandschaft um.

Wie immer gab es am Abend eine warme Mahlzeit mit frischem Salat vorweg. Ich erwähne es nur, weil meistens viel Werft auf das Essen gelegt wird. Ich nehme es so wie es kommt und satt geworden bin ich immer. Mithilfe beim Vorbereiten der Mahlzeiten und das Abwaschen war Voraussetzung; ich kenne es nicht anderes.

Wecken morgens 1/2 6 Uhr und Abfahrt um 7.00 Uhr. Frühstück, Zeltabbau, Abwaschen, alles einpacken usw. usw. auch jeden Tag dasselbe. Es sei denn, wir blieben an einem Platz 2 Tage. 

... und plötzlich, kaum 1/4 Stunde gefahren, wurde unser Truck immer langsamer und dann blieb er einfach stehen. Kein Benzin???.... oder? Wie gut, daß es Handys gibt. Ein wirklich zufällig vorbeifahrendes Auto nahm David bis zu nächsten Tanke mit. Zurückgekommen wurde umgegossen und unser Geschoß fuhr immer noch nicht, was nun??? Letztendlich war es die Benzinpumpe. Eine Stunde hat das Ganze gedauert. 

Weiter ging es nach Norden in die Wüsten und Halbwüsten-Regionen. Alles grün, grün und nochmals grün, schließlich war ja auch Regenzeit. Müde, total kaputt überschritten wir die Grenze mit den Grenzformalitäten bei 40 Grad im Schatten und bauten unser Camplager am Oranje-Fluß auf weichem grünem Gras auf. 

So, nun geht es weiter mit unserer Fahrt und am vierten Tag erreichten wir den Fish River Canyon im Süden Namibias. Das ist der zweitgrößte Canyon der Welt. Der Blick in die Tiefe ist atemberaubend. Wir wanderten an der Abbruchstelle entlang - es war sehr heiß.



Wir warteten auf den zauberhaften Sonnenuntergang und genossen, die danach eintretende kühlere Luft. Ein Gewitter nahte mit peitschendem Regen und orkanartigem Sturm. 

Unsere Zelten hielten dem Sturm nicht Stand."Zelt umgekippt" Am Abend noch alles eingepackt, weil der nächste Tag mit 500 km angesagt war. 



Rote Sanddünen säumten den Weg nach Sossusvlei. Ich war schon oft in Wüsten und bin immer wieder fasziniert von dem Wechselspiel der Farben von weiß bis fast violett, je nach Sonnenstand. Aber diese Dünen waren von Haus aus rot - für mich ein ganz neues Erlebnis und war natürlich begeistert. Mit 300 m zählen diese Dünen zu den höchsten der Welt. 

Sesriem Canyon und die Dünenlandschaft erkundeten wir zu Fuß - heiß, heiß - . Sechster Tag fünf Uhr aufstehen, um den Sonnenaufgang auf Düne 17 zu erleben - habe schon schönere erlebt. Wieder am Auto angekommen, gab es Frühstück. War sehr anstrengend auf dem Kamm zum Höchstpunkt der Düne zu gelangen. Auf der Fahrt in die Küstenstadt- wo wir 2 Nächte blieben - war es landschaftlich sehr abwechslungsreich u.a. kamen wir durch die sogenannte Mondlandschaft. Hier wachsen auch die skurrilen Welwitschia-Pflanzen. Heiß, heiß, heiß. 


Die Straße am Atlantik ist einmalig, auf der einen Seite das Meer und auf der anderen Seite die Dünen. Einen Tag hatten wir zur freien Verfügung. Ich entschied mich für eine Robbenfahrt und bekam natürlich heimatliche Gefühle. Möwen begleiteten unseren Katamaran. Auch Pelikane waren in der Luft - für uns natürlich ein ungewohntes Bild, diese großen Vögel in freier Wildbahn zu bestaunen. Robben und nochmals Robben - eine rutschte aufs Schiff und wollte von uns gefüttert werden. Heringe waren genug in der Kühlbox. 




Wir fuhren weiter zum Brandberg und schlugen unser Camp im Ugab-Trockenflußtal auf. Hier ist die Heimat der Wüstenelefanten. Mit einem örtlichen Führer wurden uns die Buschmann-Felszeichnungen gezeigt.


(Hatte ich auf meiner letzten Namibia-Reise schon bewundert. Auf der Fahrt zumEtosha-Nationalpark, statteten wir den Himbas einen Besuch ab; dieses Erlebnis, mit dem letzten Naturvolk Namibias zu „kontakten“ war mir auf meiner letzten Reise schon vergönnt. 


Endlich erreichten wir Etosha. Zwei Tage verbrachten wir hier. Nach dem Zeltaufbau und dem Abendessen, ging ich gleich zum Wasserloch. Es war schon dämmrig und ich wollte als ERSTE die Giraffen, Zebras, Löwen, Antilopen usw. usw. bestaunen und war ganz aufgeregt. Dort angekommen – Scheinwerfer erhellten das Areal – nichts, ne ganze Menge nix – nicht ein einziges Tier. Ich ging zurück zum Zelt – alle schon in der „Falle“ - und ich überlegte noch, ob ich meine Schuhe vorm Zelt stehen lassen sollte oder nicht – ich ließ sie vor der „Tür“.

Nächsten Morgen, Zipp auf und raus und ….. meine Schuhe waren weg, Mist auch, warum habe ich sie nicht mit ins Zelt genommen. Zwischenzeitlich klapperte David mit dem Geschirr und ich erzählte ihm von meinem „Verlust“. Ich glaube, ich guckte ganz dumm aus der Wäsche, als er schallend lachte. „Du warst gestern Abend nicht da, als ich alle warnte vor den klauenden Schakalen“, sagte er. Naja, geglaubt hatte ich ihm nicht, denn gleich beide Schuhe, ne, ne, kann nicht sein.

Am Tor wurden wir aufgehalten von einem Security-Man, der mit einem Schuh herumwedelte ……… es war meiner, der rechte. Erst jetzt war ich sehr erstaunt über die Diebe, die gleich beide „klauten“. 
Übrigens der linke fand sich auf dem Gelände nicht wieder an.



Der zweite Tag im Etosha-Nationalpark voller atemberaubender Tiererlebnisse: Lange beobachteten wir einen Leoparden auf einem Baum. 6 Löwinnen „verspeisten“ ein erlegtes Wild. Der Pascha hatte sich schon satt gefressen und lag faul und ab und zu gähnend abseits des Geschehens. Hunderte von Giraffen kreuzten unseren Weg – manchmal waren sie so nahe, daß man in die wunderschönen Augen mit den langen Wimpern gucken und sie fast streicheln konnte. Natürlich grasten friedlich im Garten Eden: Zebras, Gnus, Springböcke uvm. Ich habe die ganze Welt und alles um mich herum vergessen und konnte mich nicht satt genug sehen. Leider sahen wir nicht einen Elefanten – sie waren alle im Norden. In Windhoek hatte ich noch einen Tag Aufenthalt. Ich traf mich mit einem Mail-Freund. Dann ging es heimwärts: Von Windhoek nach Johannesburg. Johannesburg – London und London – Hamburg – ein langer Törn – aber eine glückliche „Bärbel“. Dieser „Zustand“ dauerte nicht lange, der Alltag holte mich wieder ein.

Fauna und Flora und vieles mehr auf Okambara.

Die Europäer haben die Uhr, 
wir haben die Zeit.
(afrikanisches Sprichwort)

Jeder Tag ein neuer, ein aufregender, ein ruhiger, ein lebhafter, ein ereignisreicher. Zu jeder Tageszeit anders, angenehme Wärme, angenehme Winde, wechselfarbiger Himmel, meistens stahlblau, ziehende Wolken, laue Luft, fremdartige Geräusche, Afrikafeeling, so wie ich es liebe - die Zeit ist für mich stehengeblieben.

Der Pfau, der hübsche hat es mir angetan. Stolz spaziert er umher und nicht nur, er inspiziert auch oft die Lodge aus luftiger Höh`- ist aber immer anmutig, er weiß von seiner Wirkung.


Der Pfau


Der Pfau entwickelt seinen Glanz
oft nur durch seinen schönen Schwanz
was ist das für ein schöner Schweif
farbprächtig Schmetterlingen gleich.

Viel größer als der ganze Pfau
umrundet er ihn fast genau
wir sehen diesen schönen Schein
begeistern uns, er fängt uns ein.

Vergleichbar ist das menschlich Leben.

Es blendet uns der Glanz der Reichen
ob Herzog, Boss, gar nur ein Star
still sie in unser Herze schleichen
ihr Dasein ist ganz wunderbar.

Bewundernd mit ein wenig Neid
lassen wir Märchen uns erzählen 
verpackt in gierend Pressekleid
welche die Stare uns erwählen.

So wird der Mensch dem Pfauen gleich
von künstlich Schönheit abgelenkt
sieht er nicht mehr den Notbereich
der über uns sein Banner schwenkt.

Doch lebt der Mensch, das will ich singen,
nicht nur vom Schönheitsglanz allein
es muss dabei vor allen Dingen
viel helfend Menschlichkeit auch sein.
(Hartmut Pollack)



Der Schöne bot mir eine Sondervorstellung. Von allen Seiten mußte ich ihn bewundern und er hat es offensichtlich genossen. Ich auch.